Der Hévízer Thermalsee — ein Naturwunder
Der Thermalsee von Hévíz ist mit 4,4 Hektar Wasserfläche der größte biologisch aktive Naturheilsee der Welt. Gespeist von einer unterirdischen Quelle mit einer Schüttung von rund 410 Litern pro Sekunde, erneuert sich das gesamte Wasservolumen alle 72 Stunden vollständig. Die Wassertemperatur schwankt zwischen 24°C im Winter und 36°C im Sommer — der See ist damit das ganze Jahr über zum Baden geeignet.
Heilendes Schwefelwasser und Heilschlamm
Das Hévízer Thermalwasser ist reich an Kalzium, Magnesium, Natrium und Schwefelverbindungen. Auf dem Grund des Sees lagert ein sechs Meter dicker, radioaktiver Heilschlamm, der für Packungen und Wickel verwendet wird. Die Kombination aus Wasser, Schlamm und dem mineralhaltigen Seegrund macht Hévíz einzigartig unter den europäischen Kurorten.
Bei welchen Erkrankungen hilft die Hévízer Kur?
Besonders wirksam ist eine Kur in Hévíz bei Erkrankungen des Bewegungsapparates: Arthrose, chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Bandscheibenvorfällen und nach orthopädischen Operationen. Auch bei gynäkologischen Beschwerden, Hauterkrankungen wie Psoriasis und Durchblutungsstörungen zeigt die Hévízer Kur nachweisbare Erfolge.
Typische Kuranwendungen
Zum Standardrepertoire gehören: Baden im Thermalsee, Gewichtsbadungen (Hévízer Spezialität gegen Bandscheibenbeschwerden), Heilschlammpackungen, Kohlensäurebäder, Unterwassermassagen, klassische Massagen sowie Physiotherapie. Ein Kurarzt stellt individuelle Behandlungspläne zusammen.
Preisvorteil gegenüber Deutschland
Ein dreiwöchiger Kuraufenthalt mit Halbpension, ärztlicher Betreuung und umfangreichen Anwendungen kostet in Hévíz oft 30-50% weniger als vergleichbare Kuren in Deutschland. Die Ensana-Hotels direkt am See — das „Thermal Hévíz" und „Aqua" — bieten Zugang zu den Quellen über Unterführungen.
